Kollegial und kritisch zugleich verläuft das literarische Fachgespräch. Teilnehmende und Jury tauschen sich über Konzeption, Machart und Wirkung der vorgestellten Texte aus. Dabei geht es um Inhalte, Strukturen und Sprache, Figurenzeichnung und Handlungsaufbau. Vom genauen Blick in den fremden Text profitiert die Diskussion. In der Irseer Pegasus-Runde bündeln sich literarisches Wissen und Schreiberfahrung. Die Autorinnen und Autoren erwartet daher die seltene Gelegenheit, eine Vielzahl kompetenter Rückmeldungen zu ihren Texten zu erhalten. Umgekehrt sind alle Teilnehmenden aufgefordert, sich selbst in die Diskussion einzubringen. Gepflegt werden Fairness, Respekt und Sachorientierung.
Der Workshop schafft auch die Möglichkeit, das Vorlesen eines literarischen Texts praktisch einzuüben. Tempo, Lautstärke, Artikulation, Betonung sowie der Kontakt zu den Zuhörenden sind wirkungsvolle Mittel, die man selbst einsetzen und an anderen beobachten kann.
Die Autorinnen und Autoren können unmittelbaren Nutzen für ihr schriftstellerisches Handwerk ziehen. Der Irseer Pegasus bietet daher eine profunde Weiterbildungsmöglichkeit.
Zur Teilnahme am Irseer Pegasus werden 12 Bewerberinnen und Bewerber eingeladen, die nach Auffassung der Jury schriftstellerisches Talent haben und in deren Texten ein eigener Ton anklingt. Die Teilnahme ist dabei kostenfrei.
Eine Teilnahmevoraussetzung ist, erste Texte in lektorierten Publikationen veröffentlich zu haben. So werden jene Schreibenden angesprochen, die bereits Erfahrung auf dem literarischen Markt gesammelt haben und weiter im Literaturbetrieb aktiv sein wollen